Rauchmelder schützen auch vor Verlust der Versicherung

In vielen deutschen Wohnungen flackern nun wieder die Kerzen. Damit steigt die Brandgefahr. Während der Advents- und Weihnachtszeit entstehen jedes Jahr durch Brände rund 35 Millionen Euro Schaden. Daher sind in manchen Bundesländern mittlerweile Rauchmelder Pflicht. Sie schützen nicht nur vor größeren Schäden. Die Geräte sorgen auch dafür, dass der Versicherungsschutz des Hausbesitzers nicht erlischt


Versicherer gewähren Rabatte

Versicherungsgesellschaften engagieren sich ebenfalls für Rauchmelder, durchaus im eigenen Interesse. Denn je früher ein Feuer bemerkt wird, desto geringer fallen die Schäden aus. Manche Anbieter von Hausratversicherungen versuchen mit Rauchmelder-Rabatten, die Kunden zu motivieren, mehr für die Sicherheit zu tun.


Sind keine Rauchwarnmelder installiert und führt dies nachweislich zu einer Vergrößerung des Sachschadens, kann der Versicherungsnehmer eine Kürzung der Entschädigung nicht ausschließen.
Häufig wird die Frage nach einer Nachweispflicht gegenüber der Versicherung gefragt. Vom Eigentümer selbst bewohnten Eigentums verlangt manche Versicherung keine Dokumentation der Installation und Wartung.
Bei vermieteten Wohnungen empfehlen wir, gerade für Wohnungsgesellschaften und gewerbliche Vermieter, eine Dokumentation über den Einbau und die Wartung (Form ist nicht vorgeschrieben, z.B. Protokoll über die Installation). Wird eine Fachfirma beauftragt, so sollte diese eine Dokumentation erstellen.

Rechtliche Folgen

Rauchwarnmelder dienen hauptsächlich dem Schutz der Bewohner. Bei Personenschäden sind somit straf- und haftungsrechtliche Ermittlungen möglich. Daher können für die Verantwortlichen Nachweise über die Installation und Wartung bedeutsam sein.


 

Technische Feinheiten

Wer etwas mehr Geld investiert, kann Rauchmelder installieren, die sich miteinander vernetzen lassen. Löst ein Melder Alarm aus, geben alle anderen Geräte ebenfalls Laut. Dadurch lässt sich ein Schwelbrand im Keller rechtzeitig entdecken.